Diesen Sommer ist es ein Kampf mit dem Garten. Dieses Jahr sind es nicht die Schnecken, sondern die Trockenheit. Bei uns hat es seit April nicht mehr richtig geregnet. Die Regenfässer sind schon längst leer. Ein Gewitter vor einer Woche hat sie mal wieder gefüllt, aber mittlerweile ist schon wieder alles trocken. Einigen Pflanzen gefällt das trockene Wetter, andere leiden darunter. Was es die letzten Monate in unserem Garten zu sehen gab, erfahrt ihr im folgenden Beitrag.
Es blüht im Mai
Noch vor ein paar Jahren hatte ich im Mai zwischen den Frühjahrsblühern (Krokusse, Tulpen und Co.) und den Sommerblühern (z.B. Sonnenhüte) eine Blütenflaute im Garten. Dieses Jahr wurde trotz der Trockenheit offensichtlich, dass sich die Überlegungen und der Aufwand der letzten Jahre gelohnt haben (s. Staudenbeet pflegeleicht gestalten). Trotz der Trockenheit war die Blüte im Mai dieses Jahr bisher am schönsten.
Hier sind Ausschnitte meiner Akeleien-Parade. Jedes Jahr tauchen sie woanders auf und blühen in anderen Farben. Sie lockern die Beete auf und zaubern ein Lächeln auf die Lippen.

Mit den Jahren werden die Stauden größer und bedecken große Flächen des Boden, bei manchen wie dem Seifenkraut auf dem Bild oben in der Mitte hat es sogar nur ein Jahr gedauert. Wenn sie blühen, hat man ein tolles Blütenmeer aus vielen kleinen Blüten, die sich zu einem tollen Gesamtbild zusammen tun. Für die Insektenwelt sind viele kleine, leicht zugängliche Blüten viel wertvoller als wenige große, gefüllte.

Zwischen all den Blüten macht es dann besonders viel Spaß, die vielen Gartenarbeiten zu erledigen. Und belohnt mit den ersten Ernten wird man auch.

Kunterbunt im Juni
Manche orientieren sich bei der Beetgestaltung an einzelnen Farbtönen. Ich mag es gerne kunterbunt. Die Kontraste der Blütenfarben und -formen stehen für mich für Vielfalt und Abwechslung.

Neben den vielen kleinen Blüten dürfen natürlich auch markante, eher große, nicht fehlen, wobei auch diese zum Teil aus vielen kleinen Einzelblüten bestehen.

Passend zu den bunten Blüten gab es im Juni viele bunte Beeren zu ernten und auch sonst wurde der Erntekorb wieder zunehmender bunter. Für Nachschub in den nächsten Monaten habe ich durch neue Setzlinge (hier rote Beete) gesorgt.

In der Trockenheit ist die Überlebensstrategie der Obstbäume, überschüssigen Fruchtbehang abzuwerfen. Das ist vor allem bei den Sauerkirschen und den Birnen aufgefallen. Trotzdem konnten wir ein paar Sauerkirschen ernten und hoffen im Herbst auf die ersten eigenen (fünf) Birnen. Bei den Johannisbeeren sind zwei Triebe komplett abgestorben, von den übrigen konnten wir aber noch insgesamt 2kg Beeren ernten.

Im Juni gab es außer Gießen nicht mehr allzu viel im Garten zu tun. Trotzdem sah es bei uns immer nach Arbeit aus…Zeit um aufzuräumen. Dann war auch endlich Platz für den Hängesessel, von dem ich schon so lange geträumt habe. Gemeinsam ernten, kochen und essen mit der Familie oder Freunden ist einfach entspannend.

Gurkenschlacht im Juli
Den Gurken gefällt die Hitze, besonders im Gewächshaus scheint dieses Jahr ein gutes Klima zu sein. Schon zweimal bin ich mit sieben Gurken rausgekommen, obwohl ich eigentlich nur eine holen wollte. Die ersten Essiggurken habe ich schon eingekocht. Da freuen wir uns in ein paar Wochen (wenn sie durchgezogen sind) drauf, bei einem Vesper mit selbstgebackenem Brot. Rezepte zum Einkochen hole ich mir meistens vom YouTube-Kanal „Natürlich selbstgemacht“.

Ich finde es jedes Jahr im Frühjahr und Sommer wieder faszinierend, wie schnell die kahlen Beete, mit ein paar Minipflanzen drauf, plötzlich wieder über und über mit Blattwerk bedeckt sind. Ich muss allerdings sagen, dass seitdem ich mich mit der Fruchtfolge beschäftige, eigentlich fast nie ein Beet komplett leer ist. Ich plane mitlerweile immer weniger, bzw. ich plane und mache es dann spontan doch wieder anders. Man weiß einfach nie, was das Wetter und die vielen anderen Einflüsse machen. Letztes Jahr hatte ich viele und dicke Pastinaken, dieses Jahr sind nur zwei gekeimt. Die Zucchinis und Kürbisse lassen sich dieses Jahr Zeit und die Buschbohnen wachsen auch nicht wirklich. Aber das ist jammern auf hohem Niveau – ich finde trotzdem immer etwas zu ernten. Diese Woche haben die ersten kleinen roten Cocktailtomaten die Tomatensaison eingeläutet.


Neben den vielfältigen Gemüsebeeten geben auch die Staudenbeete weiterhin alles.

Immer tierisch was los
Was wäre ein Permakultur-Garten ohne tierisches Leben. Im Mai durften wir einen neuen Mitbewohner begrüßen. Beim Tomatenpflanzen ist mir eine Erdkröte begegnet. Das war eine Überaschung.

Welche Überaschungen dieser Sommer noch bereit hält, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

