Garteneinblicke im April (2026)

Der Garten hat mich gerade voll im Griff. Jetzt im April ist der Frühling endlich da und es gibt jede Menge zu tun, aber auch zu bewundern und zu genießen.

Gartenarbeiten im April

Ich habe bereits im Februar mit den ersten Aussaaten begonnen. Hier ist meine kleine Anzuchtstation im Keller sehr hilfreich. Paprika, Auberginen und Tomaten sind pikiert und warten darauf nach draußen zu können. U.a. Salate, Kohlrabi, Mangold, dicke Bohnen und Mairüben habe ich schon ins Beet gepflanzt, wobei auch dieses Frühjahr keine optimalen Wachstumsbedingungen bietet: Erst war es zu kalt, dann zwischendurch mal kurz fast schon zu warm, dann wieder kalt und jetzt zu trocken…mit dem Spinat habe ich dieses Jahr wohl wieder kein Glück, er geht zum Teil schon in Blüte.

Im April lege ich nicht nur den Grundstein für die Ernte dieses Jahr, sondern gehe auch zur Pflege einmal durch alle Bereiche im Garten.

  • Ein Schneckenzaun funktioniert nur so lange gut, wie er vom Bewuchs freigehalten wird. Das kann über das Jahr ziemlich viel Arbeit bedeuten. Deshalb habe ich einen Schneckenzaun diese Jahr versetzt, so dass er direkt an einen Weg aus Steinplatten bzw. die Beeterhöhung angrenzt. Davor war dazwischen etwas Platz, ideal zum Ansiedeln irgendwelcher Wildpflanzen, wie z.B. dem Löwenzahn.
  • Meine Staudenbeete habe ich zwar so angelegt, dass sie möglichst wenig Arbeit machen, aber im Frühjahr sollte man einmal schauen, dass nur das da wächst was auch gewünscht ist. Hier bin ich aber mittlerweile entspannt geworden und lass auch die Natur mitgestalten. In einem Beet darf jetzt die Zaun-Wicke (s. Foto) als nützliche Insektenpflanze bleiben und in einem anderen Beet versamen sich die Knäuelglockenblumen fleißig, so dass meine gepflanzten Gauras/Prachtkerzen keine Chance hatten. Die Gauras haben diesen Winter nicht überlebt. Zu den Knäuelglockenblumen werde ich noch Schafgarbe pflanzen und dann sieht das sicher auch den ganzen Sommer über attraktiv aus.

Obstblüte

Wir haben im Herbst 2020 fünf Obstbäume gepflanzt. Seitdem warte ich jedes Jahr gespannt auf die Blüte und hoffe auf eine erste reiche Ernte. Die Blüte dieses Jahr schaut schon vielversprechend aus. Nur der Apfelbaum lässt sich noch Zeit. Dieses Jahr habe ich an einem Baumschnittkurs beim hiesigen Obst- und Gartenbauverein teilgenommen und konnte zum ersten Mal unsere Obstbäume selbst schneiden.

Besonders die Johannisbeeren und Jostabeeren haben uns von Anfang an mit vielen Beeren beglückt. Auch dieses Jahr sieht die eher unscheinbare Blüte vielversprechend aus.

Das Wildobst wird oft unterschätzt. Die Blüten sind zum Teil eher klein, aber in Summe ergeben sie im Frühjahr doch ein prächtiges Bild.

Genießen

Wenn ich durch den Garten schlendere finde ich zwar immer etwas zu tun, aber auch immer etwas zu bewundern. Besonders im Frühling freue ich mich über die vielen bunten Blüten und wie vielfältig sich der Garten entwickelt.

Überall strahlen gerade die gelben Blüten des Löwenzahnes. In der Wiese dürfen sie bleiben, in den Staudenbeeten entferne ich sie konsequent. Neben dem Löwenzahn blühen jetzt auch die Gänseblümchen um die Wette und dank der verschiedenen Kleinklimazonen in meinem Garten darf ich mich schon seit über einem Monat über blühende Veilchen freuen, die sich mittlerweile überall im Garten verteilt angesiedelt haben. Die Primeln sind noch nicht so wanderlustig, hier habe ich nachgeholfen, dass sie auch überall im Garten zu finden sind. Ich träume noch von einer Wiese voller bunter Primeln, wie in den alten Gärten in unserem Wohngebiet.

Die verschiedenen Wolfsmilchsorten lenken mit ihren tollen gelb-grünen Blüten gerade die Blicke auf sich. Ich liebe diesen Anblick, vor allem in Kombination mit den blauen Traubenhyazinthen.

Meine Frühlingslieblinge dieses Jahr sind diese prachtvolle Schachbrettblume und das gefleckte Lungenkraut. Schachbrettblumen kaufe ich gerne für die Frühlingsbepflanzung meiner Töpfe auf der Terrasse und vor der Haustür. Anschließen pflanze ich sie dann in den Garten, aber dass sie im zweiten Jahr wieder so prächtig blüht, habe ich bisher noch nie geschafft. Da habe ich wohl einen idealen Standort gefunden. Das gefleckte Lungenkraut habe ich als kleinen Ableger letztes Jahr von einer Dienstreise mitgebracht und auch für sie habe ich glücklicherweise einen Wohlfühlort gefunden.

Im April ernte ich weiter fleißig Grünzeug. Der erste Grünspargel spitzt aus dem Boden und an Ostern gab es ein Osterfeuer mit Stockbrot. So ein Garten ist einfach toll!

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