Upcycling von alten Kleidungsstücken: Faschingskostüme

Im Winter gibt es im Garten wenig zu tun, dann ist mehr Zeit für andere Hobbys, wie z.B. dem Nähen. Besonders gerne nähe ich Kleider für meine beiden Jungs. Natürlich kaufe ich auch schöne Kinderstoffe neu, aber wo möglich versuche ich abgetragene Kleidungsstücke in schöne neue Kinderkleider zu verwandeln. Die Faschingswoche steht vor der Tür und das möchte ich zum Anlass nehmen, euch ein paar Inspirationen für Faschingskostüme zu geben.

Mein Großer hat sich im ersten Jahr ein Feuerwehrmannkostüm gewünscht. Das habe ich noch neu gekauft. Im nächsten Jahr wollte er ein Ritter sein und dann ein Lavadrache. Diese beiden Kostüme habe ich selber gestaltet. Für den Kleinen gab es passend zum Drachen-Motto einen Walddrachen. Ich habe letztes Jahr beim Faschingsumzug ein tapferes Schneiderlein gesehen, mit einem Gürtel „7 auf einen Streich“. Das wollte ich auch haben!

Das tapere Schneiderlein

Letztes Wochenende habe ich mir also einen Gürtel „7 auf einen Streich genäht“ – aus einer abgetragenen Hose:

Ich hatte dafür kein Schnittmuster. Das Bauchteil habe ich nach Augenmaß frei zugeschnitten und für die Bändel habe ich die seitliche Öffnung des Bauchteils gemessen (4cm) und dementsprechend zugeschnitten. Beim Zusammennähen des Bauchteils habe ich beide kurzen Seiten offen gelassen, bei den Bändeln nur eine. Die offene Seite der Bändel habe ich jeweils in die umgeschlagene, offene Seite des Bauchteils gesteckt und zusammengenäht. Fertig war der Gürtel. Die „7“ sollte gut zu sehen sein, deshalb habe ich sie aufgenäht. „Auf einen Streich“ habe ich bei tollem Sonnenwetter mit Blick in meinen Garten gestickt. Man könnte das sicher auch Plotten und Aufbügeln, das passt für mich aber nicht zu einem tapferen Schneiderlein. Insgesamt war der Gürtel nach einer guten Stunde fertig.

Zu dem Gürtel werde ich einen alten Rock und eine Bluse meiner Oma tragen.

Mein Großer war von dem Gürtel so begeistert, dass er auch ein tapferes Schneiderlein machen möchte.

Je nach Anlass kann man das Kostüm noch mit Accessoires, wie z.B. einem Maßband aufpeppen.

Lavadrache und Walddrache

Ein Lavadrachenkostüm kann man nicht kaufen, also war ich gezwungen, selbst eines zu nähen. Falls ihr euch wundert wie man auf einen Lavadrachen kommt? Das ist ein Modell von Lego Ninjago. Den Walddrachen habe ich dazu erfunden, weil ich noch grüne Stoffreste hatte.

Vorschläge, wie man einen Umhang näht, findet man problemlos im Internet. Den Kapuzenschnitt habe ich von einem Pullischnittmuster. Zugegeben war es ein bisschen ein Gebastel bis vor allem der Halsausschnitt gepasst hat, aber mit einem alten Bändel kann man die Umhänge gut um den Hals befestigen. Für die Arme habe ich einen Teil des Stoffes zu einer Art Ärmel umgenäht. So sitzt der Umhang gut und er zieht auch nicht am Hals.

Die Oberteile sind ein einfacher Raglanschnitt und die Drachen habe ich aufgenäht. Für solche Applikationen suche ich im Internet immer ein Bild, das mir gefällt und nehme es als Vorlage. Die Hosen sind ein normales Schnittmuster aus einem Nähbuch von mir. Die Wellen im Schnitt lassen die Hosen interessant wirken und ich konnte Stoffreste verwenden. Oberteile und Hosen tragen die Kinder auch im Alltag. Ich habe letztes Jahr alles gut groß genäht, so dass es dieses Jahr auch noch passt.

Stoffe musste ich nicht extra kaufen, da alles aus Stoffresten oder upgecycleten Kleidungsstücken besteht.

Der Ritter

Für das Ritterkostüm habe ich die Stoffe und Wolle neu gekauft. Ein Element ist aber dennoch Upcycling. Erratet ihr welches?

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